Veranstaltungen 2018

Die Ombudsstelle für Studierende wird auch 2018 in Kooperation mit den Anspruchsgruppen und Interessensvertretungen ihrem Auftrag nach entsprechender Service- und Informationsarbeit sowie Betreuungsarbeit bei der Behandlung von Anliegen nachkommen. Zu Beispielen guter Durchführungspraxis genauso wie zu Generalthemen sind unter anderem folgende Veranstaltungen geplant:

 

„Sexualität(en) und Geschlechtsidentität(en) im österreichischen Hochschulraum: 
Zwischen Alltag und Tabu“
| 4. Juni 2018

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Über diese Tagung
Mit der seit den späten 1960er Jahren (1968!) veränderten gesamtgesellschaftlichen Sexualmoral stellen sexuelle Selbstbestimmung und sexuelle Identität(en) in den 2010er Jahren einen wesentlichen Bestandteil in menschlichen Interaktionen dar. Durch zunehmende massen- und sozial-mediale Thematisierung sexueller Orientierungen und Beziehungsformen ist Sexualität alltagspräsent.  Im Kontext sexueller Belästigungen treten (nicht nur aber auch) on-line öffentliche Abhandlungen teilweise nur partiell anonyme Sachverhaltsdarstellungen (recte: Anschuldigungen) auch im hochschulischen Zusammenleben auf.

Bei dieser Tagung sollen einerseits bestehende gesetzliche respektive institutionelle Regelungen für und an Hochschulen zu geschlechtlichen Identitäten, Diversitäten und tatsächlicher bzw. gewünschter Inklusion, andererseits Grundsätzliches inklusive hochschulischer Beratungs- und Vermittlungsstellen bzw. -gremien, Interventionsmechanismen sowie -instrumente erörtert werden, des Weiteren disziplinar- und dienstrechtliche Fragen zu Täter/innen – Opfer-Verhältnissen sowie mögliche Rollenumkehrungen.

In zwei parallelen Arbeitskreisen werden die Themen
– Inter*, Trans* und Non-Binary: Wie richtig „verwalten“? sowie
-Sexuelle und geschlechtsbezogene Belästigung und was dagegen wie tun?
behandelt. Danach sollen Zukunftsempfehlungen auch und vor allem zu notwendig erscheinenden Gesetzes-Änderungen  erstellt werden.

Zielgruppen: Lehrende und Studierende, Angehörige und Mitarbeiter/innen von Büros und Stabsstellen von Rektoraten, von Vizerektoraten bzw. von studienrechtlichen Organen, von Gender- und Diversitäts-Abteilungen/Stabsstellen, von Rechtsabteilungen, von Studien- und Prüfungsabteilungen, von Studierendensekretariaten, Studierendenvertretungen, studentischen Selbsthilfegruppen, Interessensvertretungen, studentischen Betreuungseinrichtungen.

 

 „Das monokratische studienrechtliche Organ erster Instanz:
Ein unbekanntes Wesen?“ | 19. November 2018

Universität Wien

Über diese Tagung
Gemäß § 19 Abs 2 Z 2 Universitätsgesetz (UG) 2002  ist in der jeweiligen Satzung der jeweiligen öffentlichen Universität eines für die Vollziehung der studentischen Bestimmungen zuständiges monokratisches Organ einzurichten und Rahmenbedingungen für eine etwaige Delegation von Aufgaben festzulegen.

An den 21 öffentlich-rechtlichen Universitäten im österreichischen Hochschulraum gibt es für diese Positionen unterschiedliche Bezeichnungen, wenn auch mit weitgehend identen Funktionalitäten. Das Erkenntnisinteresse dieser Tagung liegt insbesondere in den Erfahrungen bei der bescheidmäßigen Anerkennung von positiv beurteilten Prüfungen ordentlicher Studierender, soweit sie den im Curriculum vorgeschriebenen Prüfungen gleichwertig sind und wenn sie an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung, oder in Studien an einer anerkannten inländischen Bildungseinrichtung, deren Zugang die allgemeine Universitätsreife erfordert, oder an einer berufsbildenden höheren Schule in den für die künftige Berufstätigkeit erforderlichen Fächern, oder an einer Höheren Anstalt für Lehrer- und Erzieherbildung in den für die künftige Berufstätigkeit erforderlichen Fächern, oder an allgemein bildenden höheren Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder der sportlichen Ausbildung in künstlerischen und künstlerisch-wissenschaftlichen sowie in sportlichen und sportlich-wissenschaftlichen Fächern, oder an österreichischen Konservatorien mit Öffentlichkeitsrecht, erfüllen.

Rechtsmittelinstanz bei negativen Bescheiden über die Anerkennung ist seit 2014 das Bundesverwaltungsgericht. Das Thema Anerkennung beim BVwG rangiert unter den häufigsten Beschwerdegründen. Daher werden bei dieser Tagung auch die Erfahrungen seitens der Rechtsmittelinstanz eingebraucht werden. Angesichts der im Rahmen von Zukunft Hochschule relevierten Durchlässigkeitsthematik werden nebst politischer Grundsatzüberlegungen auch kontextuelle Erfahrungen der Sektoren erörtert.

Zielgruppen: Angehörige und Mitarbeiter/innen von Büros und Stabsstellen von Rektoraten, von Vizerektoraten bzw. von studienrechtlichen Organen,  Budgetabteilungen, Rechtsabteilungen, Studien- und Prüfungsabteilungen, Studierendensekretariaten, Studierendenvertretungen, studentischen Selbsthilfegruppen, Interessensvertretungen, studentischen Betreuungseinrichtungen