AESOP: Ein europäisches Hochschulombudsmann–Projekt
auch mit österreichischem Know-How

AESOP, “Advocacy Establishment for Students through Ombudsman Position“, lautet der Titel eines europäischen Projektes im Rahmen des Erasmus+-Programms, an dem die Ombudsstelle für Studierende im Bundesministerium für Wissenschaft Forschung und Wirtschaft ab dem Sommersemester 2016 als Projektpartner aus Österreich teilnimmt.
Das besagte Projekt wird von Aserbaidschan aus koordiniert und hat Partnerinstitutionen (in alphabetischer Reihenfolge) in Armenien, Finnland, Georgien, Italien, Portugal, in der Ukraine, in Polen und im Vereinigten Königreich. Es wurde unter der Programmlinie “Capacity Building for Higher Education (CBHE) eingereicht und genehmigt und hat eine Laufzeit von 36 Monaten. AESOP ist das erste EU-geförderte transnationale Projekt zum Ausbau von Studierendenvertretungen und -rechten, an dem das Wissenschaftsministerium über die Ombudsstelle für Studierende beteiligt ist.

Ende Jänner fand nunmehr in Brüssel ein von der Exekutivagentur für Bildung, Audiovision und Kultur der Europäischen Kommission organisiertes erstes Arbeitstreffen aller Projektnehmer aus der letzten Antragsrunde statt. Österreich war durch mehrere Hochschulen, durch die OeADGmbH sowie durch die Ombudsstelle im BMWFW vertreten. 

Erasmus plus January 2016

 

 

 

 

 

 

Hauptziele des Projektes

Die Hauptzielsetzungen des Projektes sind die Initialisierung von Konfliktmanagement- und Beschwerdemechanismen innerhalb studentischer Selbstvertretungskörperschaften in den beteiligten und nunmehr unabhängigen Nachfolgestaaten der Sowjetunion, unter Einbeziehung der Erfahrungen und Verwertung der bisherigen Erfahrungen aus einigen westeuropäischen Ländern.  Dabei sollen spezielle Handbücher und Richtlinien vorbereitet und allen Projektpartnern zur Verfügung gestellt werden.  Hochschulangehörige sollen in speziellen Kursen und Seminaren gemeinsam trainiert werden und Arbeitsprozesse sowie Interventionsmechanismen kennenlernen.  Eine der Grundlagen dazu werden die sogenannten „Innsbruck Descriptors“ sein, die im Mai 2015 bei der europäischen Hochschulombudsmann-Konferenz in Innsbruck erstmals diskutiert worden sind.

Ombudsstellen: Grundsätzliche Elemente, lokale Besonderheiten

Im Juni 2016 wird in Klagenfurt ein österreich-weites Netzwerk der derzeit bestehenden  Ombudsstellen für Studierende an Universitäten und Fachhochschulen und jener für die Wahrung der guten wissenschaftlichen Praktik gegründet werden. Unter diesen Ombudsstellen finden sich spezielle Einrichtungen nur für internationale Programmstudierende oder für eine bestimmte Fakultät, aber auch für die gesamte Institution. Zwei neue lokale Ombudsstellen sollen 2016 gegründet werden. Das Netzwerk soll zum gegenseitigen innerstaatlichen Erfahrungsaustausch und zur verstärkten Kooperation beitragen.  Es ist beabsichtigt, dass die österreichischen Hochschulinstitutionen mit ihren lokalen Ombudsstellen als “Associate Partners“ an dem EU-Projekt AESOP teilnehmen können.